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Reportagen aus Museen, die keine waren
Projekt

Reportagen aus Museen, die keine waren sind Begegnungen mit Menschen, die bis 1989 in jetzt nicht mehr produzierenden sächsischen Industriebetrieben gearbeitet haben und heute in veränderter Form im alten Berufsumfeld tätig sind: in Museen, Fördervereinen oder Initiativen. Dort bewahren und pflegen sie von ihren vormaligen Arbeitswelten, was den rasanten Abbau überstanden hat. Im Interview schildern sie ihre persönlichen und beruflichen Erlebnisse der Wende- und Nachwendezeit und geben Einblick in die Transformationsprozesse, die ganze Regionen massiv erschüttert haben.

Die Protagonisten berichten von biographischen Brüchen und doppelter Transformation: In der Nachfolge der Wende haben sie den Verlust des Arbeitsplatzes durchlebt, Zerfall und Verfall großer Fabriken, Deindustrialisierung im großen Maßstab, sei es in der Braunkohle, in der Textilbranche oder in der Druckindustrie. Immer sind es Techniken und Betriebe, die über lange Zeiträume Städte, Orte und Familiengeschichten geprägt haben. Die Interviewpartner haben am Erhalt von Gebäuden oder Maschinen mitgewirkt und erzählen von aufkeimender Hoffnung, Wiedergewinnung von Achtung und Selbstachtung und Anerkennung der früher geleisteten Arbeit. Es geht um Vergangenheitsbewältigung, es geht aber auch um kulturelle Identität, um bürgerschaftliches und ehrenamtliches Engagement und den Versuch, ein Stück Vergangenheit für die Zukunft festzuhalten. Damit zeichnen die Filme ein Bild einer Gesellschaft im Umbruch und wecken stellvertretend Verständnis für zahlreiche Menschen, die nicht nur Glück hatten.

Seit 2014 sind 20 Fotofilme von fünf bis zehn Minuten Länge entstanden, zwölf davon 2019 mit Förderung der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Dabei begleitet den Erzählfluss ein Wechsel aus Bewegt- und Standbildern. Die Filme eignen sich durch ihren Kurzfilmcharakter gut, um im Internet, in den social media und auf verschiedensten Plattformen weitflächig verbreitet zu werden und als Einzelfilme eine hohe Reichweite zu erzielen. Aber technisch sind die Filme auch für Großprojektion geeignet, mehrere Filme können zu einem abendfüllenden Programm werden, mit oder ohne anschließender Diskussion. Wir wünschen unseren Filmen, den Protagonisten und ihren Geschichten viel Publikum, gern auch in größeren Räumen, wo Menschen über die Filme ins Gespräch kommen und sich weiter austauschen können

Alle Filme und alle Inhalte sind urheberrechtlich geschützt, jede Aufführung ist genehmigungspflichtig. Wenden Sie sich mit allen Fragen an uns!

Cornelia Munzinger-Brandt und David Brandt
Büro für Kulturprojekte
Weinleite 2
01326 Dresden
Telefon: 03 51 - 268 97 72
Mobil: 01 77 - 717 56 41
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